Fahrzeugklassen und Aufbauarten - Mobile Camper
Quelle: Pixelio
9. Oktober 2009. Die Zahl der Campingfahrzeuge steigt von Jahr zu Jahr. Die Unabhängigkeit verbunden mit heimischer Behaglichkeit scheint die Camper zu überzeugen. 2008 wurden 20.921 Wohnmobile und 19.292 Wohnwagen neu zugelassen. Der Bestand am 1. Januar 2009 stieg damit auf 325.101 Wohnmobile und 553.581 Wohnwagen an.
1980 waren die Wohnmobile nur wenig verbreitet (58.000). Die Wohnanhänger hatten dagegen auch damals schon eine große Fangemeinde (417.000). 2006 wurde die Millionen-Grenze mit einem Gesamtbestand von 1,01 Millionen Wohnfahrzeugen erreicht. Der scheinbare Rückgang ab 2008 ist im Zulassungsrecht begründet. Die bis dahin saisonbedingten vorübergehenden Stilllegungen werden im Zentralen Fahrzeugregister als Außerbetriebsetzungen geführt und fallen damit nicht mehr in die Bestandszählung (siehe Diagramm).
96,2 Prozent der Reisemobile und 97,6 Prozent der Wohnwagen sind in Privatbesitz. Bei den Nordlichtern sind sie besonders beliebt. In Niedersachsen kommen 8,8 Wohnwagen auf 1.000 Einwohner. In Schleswig-Holstein - das Land zwischen den Meeren - sind es 8,5. Am unteren Ende der Skala liegen die Stadtstaaten Berlin (2,4) und Hamburg (3,4). Vermutlich sind dort die Stellplätze nicht so üppig. In Bremen trifft es erstaunlicher Weise nicht zu. Die Dichte ist dort mit 7,2 recht hoch.
Knaus Tabbert ist der bevorzugte Caravan-Hersteller (28,0 %). Hobby (15,9 %) und Bürstner (8,6 %) sind die Nächstplatzierten (siehe Tabelle 1). Bei den motorisierten „Mobilheimen“ wird das Feld von Fiat bestellt (39,2 %). VW hat in dem Segment ebenfalls hohe Zulassungsraten (27,9 %) (siehe Tabelle 2). Hier ist das „tragende“ Fahrgestell maßgebend. Der Aufbau kommt in der Regel von einem Wohnwagenhersteller. Das Durchschnittsalter der Wohnmobile liegt bei 12,2 Jahren. Bei den Wohnwagen beträgt es 15,7 Jahre.

