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Neuzulassungen

Jahresbilanz der Neuzulassungen 2011

Das Autojahr 2011 schloss mit insgesamt 3,17 Millionen neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) ab und übertraf somit das Jahr 2010 um +8,8 Prozent.

Der durchschnittliche CO2-Wert verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um etwa 6 g/km auf 146,1 g/km. Die meisten Neufahrzeuge sind mit moderner Euro 5-Technologie ausgestattet (96,9 %), seit 01.01.2011 ist diese Norm Pflicht. Der Dieselanteil ist wieder angestiegen (47,1 %). Obwohl die Neuzulassungen von Pkw mit Elektroantrieb sich 2011 fast vervierfacht haben, machen alternative Kraftstoffarten nach wie vor weniger als ein Prozent aus. Bei der Autofarbe waren Weiß (+22,3 %) und Braun (+81,7 %) weiter im Kommen. Der Privatanteil ging 2011 weiter auf 40,1 Prozent zurück. Die Kurzzulassungen haben nach dem Tiefststand von 2009 wieder kräftig zugelegt. Ihr Anteil an den Pkw-Neuzulassungen lag bei 3,1 Prozent.

Abgesehen von den Minis (Rückgang um 12,4 %) konnten alle anderen Pkw-Segmente Zunahmen verbuchen. Geländewagen beziehungsweise SUV’s sind weiter auf Wachstumskurs (+22,0 %). Jede neunte Neuzulassung fiel in dieses Segment. Unter den vielfältigen Modellangeboten war der VW Tiguan Marktführer mit einem Anteil von 12,7 Prozent. Doch den größten Sprung gab es bei der Oberklasse (+30,3 %). Hier nimmt der Mercedes CLS den Spitzenplatz ein (21,0 %). Die Vans machten ein Plus von 27,3 Prozent.

Das Autojahr 2011 endete für die meisten Hersteller mit teilweise erheblichen Zuwachsraten auf dem deutschen Markt. Zu den wenigen Ausnahmen gehören Daihatsu (-26,0 %) und Subaru (-20,0 %) sowie Chrysler/Jeep/Dodge (-18,6 %) und Lada (-14,9 %). VW erzielte ein Plus von 11,9 Prozent und konnte seine Vorrangstellung als größter deutscher Automobilhersteller festigen. Bei Ford (+16,5 %) und Porsche (+15,0 %) waren ebenfalls überdurchschnittliche Zuwachsraten zu verzeichnen. Bei den ausländischen Marktführern Skoda (+7,9 %) und Renault/Dacia (+4,4 %) geriet das Plus weniger auffällig. Der Marktanteil der inländischen Marken lag bei 64,7 Prozent. Bei den ausländischen Marken lagen Frankreich (9,8 %) und Japan (9,4 %) wie im Vorjahr vorn.

Der Nutzfahrzeugbereich konnte die Aufwärtsbewegung von 2010 fortsetzen. Die Lastkraftwagen (Lkw) machten ein Plus von 18,5 Prozent. Der größte Anteil (81,8 %) fiel dabei auf die Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Bei den Zugmaschinen der Land- und Forstwirtschaft fiel die Aufwärtsbewegung mit +29,3 Prozent am deutlichsten aus. Die Sattelzugmaschinen lagen ebenfalls weit über Vorjahresniveau (+27,7 %). Neue Kraftomnibusse waren weniger gefragt als im Jahr zuvor (-3,4 %).

Der Motorradmarkt hat sich mit gut 141.000 Neuzulassungen leicht erholt (+1,9 %) und unterbrach somit die Negativentwicklung der letzten Jahre. Zum Vergleich: im Jahr 2001 wurden knapp 229.000 Krafträder neu für den Straßenverkehr zugelassen. Die Herstellerliste, insbesondere der leichten Krafträder, wird immer länger. Die Marktführung nimmt weiterhin BMW (13,8 %) für sich in Anspruch. Mehr als ein Viertel der zweirädrigen Maschinen (28,1 %) hat über 1.000 cm³ Hubraum. Fast der gleiche Anteil (26,4 %) fällt auf die 125er-Klasse. 11,7 Prozent der Krafträder sind drei- beziehungsweise leichte vierrädrige Kfz (unter anderem Trikes und Quads).

Im abgelaufenen Jahr wurden insgesamt 3,7 Millionen Kraftfahrzeuge (Kfz) und 259.000 Kfz-Anhänger neu für den Straßenverkehr zugelassen. Annähernd jede fünfte Neuzulassung (19,6 %) kam aus Bayern. Die positive Entwicklung erstreckt sich über alle Bundesländer. In Bremen war sie am deutlichsten spürbar (+15,1 %). Mecklenburg-Vorpommern erzielte dagegen mit +4,8 Prozent die geringste Zuwachsrate und lag damit um etwa 50 Prozent unter dem Bundesdurchschnitt.



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