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60 Jahre Punkteregister

Lediglich 10 Jahre liegen zwischen dem 50-jährigen Jubiläum des Verkehrszentralregisters (VZR), der sogenannten Sünderkartei, und dem des heute überwiegend digitalen Fahreignungsregisters (FAER). Doch sind gravierende Veränderungen in dieser Dekade eingetreten. Noch gibt es sie zwar, die bekannten Ordner in den Hängeregistraturen. Es zeichnet sich allerdings ab, dass dieses vertraute Bild in absehbarer Zeit zur Geschichte dieses für unsere Verkehrssicherheit wesentlichen und zudem populären Registers gehört. Kaum ein anderes ist für Verkehrsteilnehmer so präsent, kaum ein anderes ist im Sprachgebrauch so mit seinem Dienstsitz verwoben. Letzteres mag vielleicht nicht allerorts ausschließlich Begeisterung hervorrufen. Einen gewissen Stolz auf die "Flensburger Punkte" vermag ich meinerseits jedoch nicht zu verhehlen - und ich bin sicher, ich spreche da auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) und insbesondere des FAER. Seit ihrer Einführung 1974 ist die Zahl der im Verkehr Getöteten zurückgegangen bei gleichzeitiger Zunahme des Verkehrs. Dabei ist mir bewusst, dass viele Faktoren hierzu einen positiven Beitrag leisten, nicht zuletzt auch die zunehmend sicheren Automobile. Die Reform des Punktesystems im Jahr 2014, die Digitalisierung des Datenbestandes und die dadurch geschaffenen Grundlagen der Online-Auskunft aus dem Register zeugen von der Fortschrittlichkeit und heutigen Modernität dieses nun bereits seit 60 Jahren für die Verkehrssicherheit wirkenden Registers. Weitere Dekaden seiner Existenz werden auch künftig einen nachhaltigen Beitrag zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit leisten.

Ekhard Zinke

Präsident des Kraftfahrt-Bundesamtes