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Maßnahmen während der Probezeit

Eine eigenständige Regelung für verkehrserzieherische Maßnahmen in der zweijährigen Probezeit soll zusätzlich die spezialpräventive Wirkung von Eintragungen im Fahreignungsregister (FAER) verstärken. Eine Entziehung erfolgt für Fahranfänger gegebenenfalls deutlich früher im Vergleich zum normalen Fahreignungs-Bewertungssystem. Bei Auffälligkeiten wird die zweijährige Probezeit auf maximal 4 Jahre verlängert.

Unter dem Aspekt der Unfallverhütung wird bei Fahranfängern auf Probe neben dem Fahreignungs-Bewertungssystem eine weitere Bewertung der Eintragung im FAER vorgenommen:

  • bei schwerwiegenden A-Delikten, zum Beispiel:

    • Geschwindigkeitsüberschreitung
    • Fahren unter Drogeneinfluss
    • Missachten der Vorfahrtsregeln
  • bei weniger schwerwiegenden B-Delikten, zum Beispiel:

    • technische Fahrzeugmängel

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) benachrichtigt unabhängig vom Punktestand die Fahrerlaubnisbehörde beim ersten A- oder nach dem zweiten B-Delikt. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde leitet die entsprechenden Maßnahmen zur Fahrerlaubnis ein.

Seit dem 1. Januar 1999 gelten hierfür drei Sanktionsstufen:

SanktionsstufeVerkehrszuwiderhandlungMaßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde
1. Stufe Ein A-Delikt
oder
zwei B-Delikte
Die Teilnahme an einem Aufbauseminar wird angeordnet
und
die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.
2. Stufe Ein weiteres A-Delikt
oder
zwei weitere B-Delikte
Verwarnung
und
die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung wird empfohlen.
3. Stufe Ein weiteres A-Delikt
oder
zwei weitere B-Delikte
Die Fahrerlaubnis wird entzogen.

Bei Fahranfängern erfolgt die endgültige Löschung einer Ordnungswidrigkeit aus dem Fahreigungsregister nicht vor Ablauf der Probezeit.

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© Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg