Navigation und Service

Maßnahmen während der Probezeit

Gefahrenabwehrende Maßnahmen verstärken zusätzlich die spezialpräventive Wirkung, die von der zweijährigen Probezeit ausgeht.

Unter dem Aspekt der Unfallverhütung wird bei Fahranfängern auf Probe neben dem Punktsystem eine weitere Gewichtung der Verkehrsauffälligkeit vorgenommen:

  • bei schwerwiegenden A-Delikten, zum Beispiel:

    • Geschwindigkeitsüberschreitung
    • Fahren unter Drogeneinfluss
    • Missachten der Vorfahrtsregeln
  • bei weniger schwerwiegenden B-Delikten, zum Beispiel:

    • technische Fahrzeugmängel
    • telefonieren mit dem Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) benachrichtigt unabhängig vom Punktestand die Fahrerlaubnisbehörde beim ersten A- oder nach dem zweiten B-Delikt. Die zuständige Fahrerlaubnisbehörde leitet die entsprechenden Maßnahmen zur Fahrerlaubnis ein.

Seit dem 1. Januar 1999 geltenden drei Sanktionsstufen:

SanktionsstufeVerkehrszuwiderhandlungMaßnahmen der Fahrerlaubnisbehörde
1. Stufe

Ein A-Delikt

oder

zwei B-Delikte

Die Teilnahme an einem Aufbauseminar wird angeordnet

und

die Probezeit verlängert sich um zwei Jahre.

2. Stufe

Ein weiteres A-Delikt

oder

zwei weitere B-Delikte

Verwarnung

und

die Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung wird empfohlen.

3. Stufe

Ein weiteres A-Delikt

oder

zwei weitere B-Delikte

Die Fahrerlaubnis wird entzogen.

Bei Fahranfängern erfolgt die Tilgung einer Ordnungswidrigkeit aus dem Verkehrszentralregister nicht vor Ablauf der Probezeit.

Diese Seite

© Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg