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Feldüberwachung

Das Sachgebiet Feldüberwachung wurde zum 1. Januar 2017 neu gegründet und ist zuständig für die Untersuchung von Fahrzeugen aus dem Markt, mit dem Ziel, die Übereinstimmung der Produkte mit geltendem Recht sicherzustellen.

Der Schwerpunkt der Untersuchungen liegt zurzeit auf Abgasprüfungen mit portablen Emissionsmessgeräten (PEMS), welche im realen Straßenverkehr durchgeführt werden. Mittels PEMS werden Messfahrten gemäß der Real-Driving-Emissions-Vorschriften (RDE) durchgeführt, bei denen eine Strecke über Stadt, Land und Autobahn absolviert wird. Darüber hinaus erfolgen Rollenprüfstandsmessungen. Hierbei werden – je nach Untersuchungsumfang – sowohl der bisher gültige Prüfzyklus NEFZ, als auch der Prüfzyklus WLTC und abgewandelte Fahrzyklen geprüft.

Die Untersuchungen werden gegebenenfalls durch die Analyse der Motorsteuerungssoftware ergänzt. Ziel dieser Prüfungen ist es, möglicherweise vorhandene unzulässige Abschalteinrichtungen aufzudecken. Zu den Abgasuntersuchungen zählen zum Beispiel auch die Überprüfungen von Nachrüstsystemen (zum Beispiel: Nachrüst-SCR-Katalysatoren zur Reduzierung von NOx).

Weitere Untersuchungen mit Umweltrelevanz sind die Geräusch (Akustik)-Untersuchungen an Personenkraftwagen (Pkw) und Krafträdern.

Die Auswahl der Fahrzeuge für die Untersuchungen ergibt sich aus einem Prüfplan, welcher sich aus einer statistischen Auswertung der Zulassungszahlen, den Hinweisen von übergeordneten Behörden sowie Dritten (Vereine, Verbände und Bürgern) und Erkenntnissen aus dem Bereich der Fahrzeugtypgenehmigungen ergibt.

Im Rahmen der Aufgabe "Feldüberwachung" des Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ist es weiterhin erforderlich, bekannt gewordene Fälle zu untersuchen, die ein mögliches Verkehrssicherheitsrisiko bewirken könnten. In diesem Rahmen werden die fahrsicherheitsrelevanten Komponenten und Fahrzeugsysteme überprüft. Hierzu zählen Überprüfungen von Bremswirkung, ABS und ESP-Funktionalität und Untersuchungen an Fahrzeugen mit neuen Technologien, wie zum Beispiel Fahrerassistenzsystemen, Spurhalteassistenten etc. Es werden jährlich wechselnde Schwerpunkte festgelegt.

Die in heutigen und zukünftigen Fahrzeugen eingesetzten Technologien erfordern hierbei eine stete Fortbildung der überwachenden Behörden. Aus diesem Grund arbeitet das KBA eng mit Hochschulen und Universitäten zusammen. Hierzu gehört die Beschäftigung von Studenten als Praktikanten, sowie die Vergabe und Betreuung von Bachelor- und Masterarbeiten.

Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Feldüberwachung finden Sie hier

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© Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg