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Rückrufe

Rückrufe werden von Herstellern durchgeführt, um Produktmängel zu beseitigen. Da Produktmängel zu ganz unterschiedlichen Gefährdungen führen können, ist Rückruf nicht gleich Rückruf.

Liegt eine ernste Gefährdung vor, ist der Rückruf meist das wirkungsvollste Mittel. Der Hersteller hat deshalb kaum eine andere Wahl, als einen Rückruf durchzuführen. Damit ernste Gefahren vollständig beseitigt werden, sollen Fahrzeughersteller für solche Rückrufe die Halteranschriften aus dem Zentralen Fahrzeugregister (ZFZR) des KBA verwenden.

In weniger schweren Fällen ist der Hersteller nicht gezwungen, die Halteranschriften des KBA zu nutzen. Damit möglichst viele Fahrzeughalter dem Rückruf folgen können, nutzen viele Fahrzeughersteller freiwillig die Daten des KBA.

Wenn Sie die Datenbank Rückrufe nutzen, denken Sie bitte an folgende Dinge:

  • Die Datenbank umfasst nicht alle Maßnahmen der Hersteller. Erfasst wurden sukzessive Maßnahmen seit 01.05.2004. Dabei kann es sich um Rückrufaktionen handeln, bei denen Hersteller Halteranschriften des KBA verwendet haben oder Mängel, die nach den europäischen Produktsicherheitsvorschriften meldepflichtig waren.
  • Auch wenn Ihr Fahrzeug in einen angegebenen Bauzeitraum fällt, muss es nicht unbedingt betroffen sein. Genaueres erfahren Sie bei einer angegebenen Hotline oder noch besser bei einer autorisierten Werkstatt des Herstellers. Die Werkstatt ermittelt schnell, ob Maßnahmen an Ihrem Fahrzeug durchgeführt werden müssen.
  • Nehmen Sie an solchen Maßnahmen teil und leisten Sie damit einen Beitrag zur Verkehrssicherheit.

Ist Ihr Fahrzeug von einem Rückruf betroffen?

(Einzel-)Auskünfte über den Verbleib eines Fahrzeugs (hier an Fahrzeughersteller für Rückrufmaßnahmen zur Beseitigung von erheblichen Mängeln an Fahrzeugen, § 35 (2) Straßenverkehrsgesetz (StVG)).

Gem. § 35 Abs. 2 Nr. 1 StVG dürfen die nach § 33 Abs. 1 gespeicherten Fahrzeugdaten und Halterdaten, wenn dies für die Zwecke nach § 32 Abs. 2 jeweils erforderlich ist, an Inhaber von Betriebserlaubnissen für Fahrzeuge oder an Fahrzeughersteller für Rückrufmaßnahmen zur Beseitigung von erheblichen Mängeln für die Verkehrssicherheit oder für die Umwelt an bereits ausgelieferten Fahrzeugen (§ 32 Abs. 1 Nr.1) übermittelt werden.

Die zu entrichtende Gebühr für die Auskunft beträgt nach der Gebührennummer 144 der GebOst 6,10 Euro. Sammelauskünfte siehe Ausführungen zur Gebührennummer 142.

Die Anträge sind formlos an das Kraftfahrt-Bundesamt, Abteilung 4 zu senden.