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Jahresbilanz des Fahrzeugbestandes am 1. Januar 2020

Um über eine Millionen Fahrzeuge erhöhte sich der Bestand im Vergleich zum Vorjahresstichtag und wies am 1. Januar 2020 rund 65,8 Millionen in Deutschland zugelassene Fahrzeuge auf (+1,6 %).

Diese gliederten sich in rund 58,2 Millionen Kraftfahrzeuge (Kfz) und knapp 7,7 Millionen Kfz-Anhänger.

Mit 47.715.977 Einheiten und einem Plus von 1,3 Prozent bildeten die Personenkraftwagen (Pkw) erneut die anteilsstärkste Fahrzeugklasse. Die deutschen Marken VW (21,1 %), Mercedes (9,4 %), Opel (9,1 %), Ford (7,3 %), BMW (6,9 %) und Audi (6,8 %) waren am häufigsten vertreten.

Die Importmarke mit den meisten zugelassenen Pkw am 1. Januar 2020 war Skoda mit einem Anteil von 4,8 Prozent (+5,9 %), gefolgt von Renault mit einem Anteil von 3,7 Prozent trotz leichter Einbuße zum Vorjahr (-1,1 %) sowie Hyundai und Toyota mit einem Anteil von jeweils 2,7 Prozent (+7,0 % beziehungsweise -0,2 %).

Die höchste Steigerungsrate in Bezug auf die Anzahl der zugelassenen Pkw wies wie schon am 1. Januar 2019 das Segment der SUVs mit +19,8 Prozent aus, gefolgt von den Wohnmobilen mit +10,6 Prozent und den Geländewagen mit +8,1 Prozent. Am häufigsten vertreten waren die Kompaktklasse mit einem Anteil von 25,1 Prozent (1. Januar 2019: 25,6 %), die Kleinwagen mit 18,7 Prozent (19,0 %) und die Mittelklasse mit 13,2 Prozent (13,8 %).

Bei den Pkw waren Benzin (65,9 %) und Diesel (31,7 %) die häufigsten Kraftstoffarten. Erhebliche Steigerungen bei den alternativen Antriebsarten hatten erneut Elektro- (+64,3 %) und Hybridfahrzeuge (+58,0 %) vorzuweisen. Der Anteil an Elektro-Pkw stieg von 0,2 Prozent (83.175) auf 0,3 Prozent (136.617) und der an Hybrid-Pkw von 0,7 Prozent (341.411) auf 1,1 Prozent (539.383) an. Die Anzahl an Plug-in-Hybridfahrzeugen wuchs von 66.997 auf 102.175 (+52,5 %) an. Ihr Anteil verdoppelte sich auf 0,2 Prozent. Flüssiggasangetriebene Pkw (371.472/-6,1 %) waren mit einem Anteil von 0,8 Prozent und erdgasangetriebene Pkw (82.198/+1,8 %) mit einem Anteil von 0,2 Prozent registriert. Der Bestand an wasserstoffbetriebenen Pkw stieg von 374 (1. Januar 2019) auf 507 (+35,6 %) an.

Die Anzahl der Pkw mit der derzeit besten Emissionsklasse Euro 6 stieg um +24,5 Prozent auf rund 15,4 Millionen Einheiten an, wovon 89.019 Einheiten bereits die Euro 6d- und 3.526.861 die Euro 6d-temp-Norm erfüllten. Der Anteil der Pkw mit Euro 6 wuchs somit auf 32,3 Prozent und stellte erstmalig den größten Anteil. Der Anteil von Pkw mit der Emissionsklasse Euro 4 und 5 reduzierte sich auf 25,9 Prozent (-7,4 %) beziehungsweise auf 25,8 Prozent (-3,6 %).

Das durchschnittliche Alter der am 1. Januar 2020 zugelassenen Pkw stieg erneut leicht an. Waren es im Vorjahr noch 9,5 Jahre, betrug es am 1. Januar 2020 9,6 Jahre. Die Anzahl der Pkw, die älter als 30 Jahre waren, stieg um rund 100.000 (+13,3 %) auf 857.039 Einheiten.

42,5 Millionen (89,0 %) der Pkw waren auf Privat-Personen (darunter 34,2 % weibliche Halter) zugelassen. Die Anzahl der gewerblichen Halter stieg um +3,2 Prozent auf 11,0 Prozent. Der Kfz-Handel konnte einen Zuwachs von +2,5 Prozent auf 480.243 Einheiten aufweisen. Für die Kfz-Vermietung waren 278.547 Fahrzeuge zugelassen. Hier belief sich der Anstieg auf +8,9 Prozent.

Am 1. Januar 2020 waren 595.046 Oldtimer (Kfz und Kfz-Anhänger (+10,9 %)); darunter Pkw: 526.001/+10,8 Prozent mit und ohne Historienkennzeichen zugelassen. Außerdem waren 2.488.155 Saisonkennzeichen (+2,3 %) vergeben. 202.996 Kfz waren zum Stichtag mit einem E-Kennzeichen (+79,9 %) registriert.

Die Anzahl der registrierten Nutzfahrzeuge stieg um +2,9 Prozent auf rund 5,9 Millionen. Darunter befanden sich neben 3.276.093 Lastkraftwagen (+4,0 %), 2.265.585 Zugmaschinen insgesamt (+1,3 %), 219.149 Sattelzugmaschinen (+0,3 %) und 81.364 Kraftomnibusse (+1,0 %).

Der Bestand an Krafträdern erhöhte sich auf 4,5 Millionen (+1,5 %). Knapp 600.000 Krafträder (13,2 %) waren auf Frauen zugelassen.

Die meisten Kfz waren in den einwohnerstärksten Bundesländern Nordrhein-Westfalen mit knapp 12,1 Millionen (+1,6 %) zugelassen, gefolgt von Bayern mit rund 10,3 Millionen (+1,7 %) und Baden-Württemberg mit rund 8,2 Millionen (+1,6 %).

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