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Fahrzeuguntersuchungen

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Jedes dritte Fahrzeug weist Mängel auf


26. Juli 2018. 28,1 Millionen Fahrzeuge und damit +1,5 Prozent mehr als im Vorjahr wurden zur Hauptuntersuchung (HU) vorgeführt. Dabei setzte sich die rückläufige Beanstandungsquote der letzten Jahre fort und lag bei 33,8 Prozent (2016: 34,2 %, 2013: 35,9 %), obwohl der Anteil der untersuchten Fahrzeuge, die älter als 9 Jahre waren, mit 54,4 Prozent sogar noch höher war als im Vorjahr. Die durchschnittliche Anzahl der Mängel je beanstandeten Fahrzeug blieb dabei mit 2,64 gleich.

Ebenfalls nahezu gleich blieb die Anzahl der geprüften Personenkraftwagen (Pkw): Mit 20,2 Millionen stellten sie die am häufigsten vorgeführte Fahrzeugklasse dar. Trotz leichtem Rückgang erwiesen sich die 5,1 Millionen Mängel an der Beleuchtung oder Elektrik als häufigste Fehlerquelle bei Pkw (25,8 %, 2016: 25,6 %). Leicht rückläufig (-1,2 %) zeigten sich ebenfalls die an den Bremsanlagen festgestellten 3,7 Millionen (18,7 %) Mängel. Um +1,9 Prozent zugenommen haben dagegen die Beanstandungen in der zweithäufigsten Mangelkategorie "Umweltbelastung". Demnach wurden 4,3 Millionen umweltbezogene Mängel (21,8 %) festgestellt. Immerhin noch 14,5 Prozent aller Mängel bezogen sich auf Schwachstellen an Achsen und Reifen, was einer Zunahme von + 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gleichkommt.

Die jeweiligen Anteile der Pkw mit der Einstufung als mangelfrei (12,8 Millionen), mit geringen Mängeln (2,9 Millionen), mit erheblichen Mängeln (4,4 Millionen) und verkehrsunsicher (10.855) blieben auf Vorjahresniveau. Hier werden sich im Berichtsjahr 2018 durch die Einführung einer weiteren Einstufung "gefährliche Mängel" Verschiebungen ergeben.

Leicht ihren Marktanteil ausbauen konnten die Technischen Überwachungsvereine (TÜV): mit 36,5 Prozent (2016: 35,9 %) liegen sie vor dem Deutschen Kraftfahrzeug-Überwachungs-Verein (DEKRA), der mit 33,5 Prozent nur knapp seinen Anteil von 2016 verfehlte (33,7 %). Rund 16,2 Prozent (2016: 16,0 %) der Fahrzeuguntersuchungen wurden durch die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) durchgeführt, in 10,5 Prozent der Fälle entschied sich der Kunde für eine Untersuchung bei der Kraftfahrzeug-Überwachungsorganisation freiberuflicher Kraftfahrzeug-Sachverständiger (KÜS) (2016: 10,4 %).

Nach einer Steigerung von +0,7 Prozent im Vorjahr zeigte sich die Anzahl der durchgeführten Einzelabnahmen in 2017 mit 1,01 Millionen um -4,9 Prozent rückläufig. Mit 414.046 Fällen gingen die durchgeführten Änderungsabnahmen gegenüber 2016 um -8,3 Prozent zurück, wogegen die Anzahl der Oldtimer-Gutachten um +3,9 Prozent auf 72.823 stieg.

Die komplette statistische Aufbereitung der Fahrzeuguntersuchungen des Jahres 2017 finden Sie hier (FU1).

Fahrzeuguntersuchungen im Jahr 2017 nach Fahrzeugklassen
Fahrzeugklasse Fahrzeug-
unter-
suchungen
zum Vergleich 1)
insgesamt
Verände-
rung
gegenüber
2016
in %
Darunter
Fahrzeuge
ohne
Mängel
Darunter
Fahrzeuge
mit
geringen
Mängeln
Darunter
Fahrzeuge
mit
erheblichen
Mängeln
Darunter
verkehrs-
unsichere
Fahrzeuge
Durch-
schnittliche
Anzahl
der
Mängel
1) Einschließlich fehlender/unplausibler Angaben.
Krafträder 1.723.162 +4,1 1.501.603 64.386 156.930 243 1,7
Personenkraftwagen 20.165.217 +0,1 12.827.910 2.948.838 4.377.613 10.855 2,7
Nutzfahrzeuge 1.931.434 +4,2 1.095.658 351.767 482.286 1.722 3,1
Zugmaschinen 1.065.439 +5,8 781.951 174.582 108.620 285 1,9
Kraftfahrzeuganhänger 3.125.797 +7,7 2.336.587 383.978 403.395 1.837 2,1
Unbekannt 91.229 -12,0 51.482 20.005 19.628 114 3,0
Fahrzeuge insgesamt 28.102.278 +1,5 18.595.191 3.943.556 5.548.472 15.056 2,6

Erläuterungen


Diagramm: Fahrzeuguntersuchungen von Personenkraftwagen nach Mängelarten im Jahr 2017 gegenüber dem Jahr 2016

Zahlen des Jahres 2017 im Überblick

Anzahl der Hauptuntersuchungen28,1 Millionen
Anteil der Beanstandungen33,8 Prozent
Häufigster MangelBeleuchtung und Elektrik (28,1%)
Durchschnittliche Mängel je Fahrzeug2,64
Fahrzeuge über 9 Jahre15,3 Millionen
Anzahl der Einzelabnahmen1,01 Millionen

Informationen für Überwachungsinstitutionen

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