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Privat und gewerblich zugelassene Personenkraftwagen (Pkw) - der kleine Unterschied

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25. September 2013. Nur etwa jeder dritte neue Pkw ging im Jahr 2012 direkt in private Hand. 1,9 Millionen Pkw wurden 2012 von Firmen neu zugelassen. Der „Kraftfahrzeughandel“ hatte mit etwa 700.000 Einheiten den größten Anteil (36,8 %) an den gewerblichen Zulassungen. Darunter fallen auch die sogenannten Kurzzulassungen der Autohäuser.

Die Wirtschaftszweige „Verarbeitendes Gewerbe“ (20,0 %) sowie „Vermietung von Kraftfahrzeugen“ (16,0 %) bildeten die nächst größeren Haltergruppen (siehe Diagramm).

Privat und gewerblich zugelassene Pkw unterscheiden sich in einigen Merkmalen sehr deutlich. Vom Kleinwagen bis hin zur Oberklasse stieg der Anteil der Firmenwagen von 52,4 auf 85,8 Prozent an (siehe Tabelle 1). Besonders hohe Anteile gewerblicher Halter waren in der Oberklasse beim Audi A8/S8 (95,3 %), BMW 7er (90,6 %) und Mercedes S-Klasse (89,0 %) zu beobachten. In der Oberen Mittelklasse wurde der Audi A6/A7 als Firmenwagen bevorzugt (85,3 %).

Bei den Utilities stand der gewerbliche Bedarf erwartungsgemäß deutlich im Vordergrund (73,6 %). Wohnmobile waren dagegen bereits bei der Zulassung überwiegend in privater Hand. 38,5 Prozent wurden 2012 auf gewerbliche Halter zugelassen.

Die Motorisierung fiel bei den gewerblich zugelassenen Pkw mit durchschnittlich 1.817 Kubikzentimeter (cm³) Hubraum und 105 Kilowatt (kW) höher aus als bei privaten Neuwagen (1.655 cm³/95 kW) (siehe Tabelle 2). Bei 57,0 Prozent der gewerblich zugelassenen Fahrzeuge dient ein Dieselmotor als Antriebsaggregat (Privatwagen: 33,9 %). Von den neuen Elektrofahrzeugen gingen 2012 gerade mal 339 auf das Konto privater Halter, 2.617 Elektro-Pkw wurden von Firmen zugelassen.

Der durchschnittliche Kohlenstoffdioxid (CO2)-Wert der Firmenwagen (141,9 g/km) lag nur geringfügig über dem Wert der Privatwagen (141,6 g/km). Ein höherer CO2-Ausstoß der größeren und leistungsstärkeren Firmenwagen wird unter anderem durch den größeren Anteil an Pkw mit Kraftstoff sparenderem Diesel-Antrieb kompensiert.

Für weitere Informationen empfehlen wir die Neuzulassungs- (FZ 24) und Bestandsauswertungen (FZ 23) zu diesem Thema.

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© Kraftfahrt-Bundesamt, Flensburg