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Jahresbilanz 2020

Zahlen, Daten, Fakten

Im Jahr 2020 wurden 2.917.678 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Dies entsprach einer Abnahme um -19,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Neuzulassungszahlen von Pkw mit den Antriebsarten Benzin und Diesel sanken um -36,3 beziehungsweise -28,9 Prozent auf rund 1,36 beziehungsweise 0,82 Millionen. Der Anteil der benzinangetriebenen Pkw nahm um 12,5 Prozentpunkte ab und beträgt jetzt 46,7 Prozent. Wie in den beiden Vorjahren verringerte sich auch der Anteil der dieselbetriebenen Pkw, und zwar auf 28,1 Prozent (2019: 32,0 %; 2018: 32,3 %).

Fast verdreifacht hat sich die Anzahl der neu zugelassenen Elektro-Pkw (BEV) (+206,8 %). Ihr Anteil stieg um 4,9 Prozentpunkte auf 6,7 Prozent. Höhere Zuwächse waren nur noch bei den Pkw mit Plug-in-Hybrid (+342,1 %) zu beobachten, deren Anteil auf rund 6,9 Prozent stieg. Verdoppelt hat sich der Anteil der Pkw mit Hybridantrieb (ohne Plug-in) (11,2 %), während der Anteil von Flüssiggasfahrzeuge (-9,8 %) und erdgasbetriebene Pkw (-6,1 %) wie im Vorjahr bei jeweils 0,2 Prozent lag.

Der Anteil der neu zugelassenen Pkw, die die Schadstoff-Grenzwerte gemäß "Euro-6-Norm" erfüllten, erreichte einen Anteil von 93,1 Prozent.

Rund 1,1 Millionen Pkw wurden auf private Halter zugelassen (-13,0 %). Um mehr als ein Fünftel (-22,4 %) verringerte sich die Anzahl der gewerblich zugelassenen Pkw auf rund 1,8 Millionen.
Beim Ranking der Farben gab es keine Veränderungen. Beliebt waren erneut Pkw in Grautönen (30,5 %), gefolgt von Schwarz mit einem Anteil von 24,1 Prozent und von Weiß mit einem Anteil von 21,3 Prozent. Ihr Anteil an allen neu zugelassenen Pkw ist mit insgesamt 75,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr annähernd gleich geblieben.

Im Vergleich zum Vorjahr wies die Neuzulassungsbilanz bei den deutschen Marken eine rückläufige Tendenz auf. Die stärksten Rückgänge bei den Zulassungen verzeichneten Smart mit -67,3 Prozent, gefolgt von Opel (-32,3 %) und Ford (-30,6 %). Die geringsten Abnahmen waren bei den Marken Mercedes (-10,6 %), Mini (-11,7 %) und BMW (-13,7 %) zu beobachten. VW war erneut die anteilsstärkste Marke und baute seinen Marktanteil um 0,5 Prozentpunkte auf 18,0 Prozent aus.
Wie im Vorjahr behauptete Skoda mit einem Anteil von 6,2 Prozent seine Führung bei den Importmarken. Auf den nächsten Plätzen folgte Renault (4,6 %) und Hyundai (4,1 %). Zuwächse bei den Neuzulassungen von Pkw konnten die Marken Tesla (+55,9 %) und Fiat (+0,2 %) verzeichnen. Alle anderen Marken wiesen Rückgänge auf. Stärkere Einbußen mussten Suzuki (-44,8 %), Ssangyong (-40,2 %) und Mazda (-38,1 %) hinnehmen.

Nach dem Jahr 2019 waren auch in 2020 zum zweiten Mal in der jährlichen Berichterstattung die meisten Neuzulassungen im Segment der SUVs zu verzeichnen. Mit 21,3 Prozent entfielen über ein Fünftel aller neu zugelassenen Pkw auf dieses Segment. Mit einem unveränderten Anteil von 20,5 Prozent stellte der langjährige Spitzenreiter, die Kompaktklasse, das zweitgrößte Segment, gefolgt von den Kleinwagen mit 15,1 Prozent, der Mittelklasse mit 10,7 Prozent und den Geländewagen mit 10,5 Prozent. Die Wohnmobile konnten als einziges Segment Zuwächse bei der Anzahl der Neuzulassungen (+41,4 %) verzeichnen. Die deutlichsten Rückgänge mussten die Segmente Mini-Vans (-54,5 %), Großraum-Vans (-40,3 %) und Minis (-37,1 %) hinnehmen.

Nach sechs Jahren des Wachstums verringerte sich erstmalig wieder die Anzahl der Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen. Diese sank um -11,9 Prozent auf 402.771 Einheiten im Jahr 2020. Trotz rückläufiger Zulassungszahlen (-14,1 %) bildeten die Lastkraftwagen (Lkw) die größte Gruppe innerhalb der Nutzfahrzeuge. Rund 295.000 Lkw wurden neu zugelassen. Eine leichte Zunahme war hingegen bei den Kraftomnibussen (+0,4 %) sowie bei den Sonstigen Kraftfahrzeugen (Kfz) (+2,2 %) zu beobachten.

Der Anstieg der neu zugelassenen Krafträder setze sich auch in 2020 fort. Ihre Zahl stieg um +31,9 Prozent auf 221.994 Einheiten. Diese positive Entwicklung traf sowohl auf die zweirädrigen Kfz (+32,5 %) wie auch auf die dreirädrigen Kfz (+21,9 %) zu. Drei von zehn zweirädrigen Kfz (30,9 %) wiesen einen Hubraum bis 125 cm3 auf. Rund 16 Prozent der Zulassungen entfiel jeweils auf die Hubraumklassen 750 bis 999 cm3 (15,9 %), 500 bis 749 cm3 (15,2 %) und 250 bis 499 cm3 (14,5 %). Rückläufig wie bereits in den drei Vorjahren zeigten sich die Zulassungszahlen der Quads. Sie verringerten sich um -9,4 Prozent auf 1.228 Einheiten.

Im Berichtsjahr 2020 wurden insgesamt 3,5 Millionen Kfz (-16,3 %) und rund 335.000 Kfz-Anhänger (+5,5 %) neu zugelassen.

Die Abnahme der Neuzulassungen aller Kfz zeigte sich in den einzelnen Bundesländern in unterschiedlichem Ausmaß. Die größten Rückgänge waren im Stadtstaat Hamburg (-25,0 %) zu verzeichnen, gefolgt von Hessen (-20,7 %) und Berlin (-20,3 %). Die geringsten Abnahmen waren in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern (-7,7 %) und Brandenburg (-8,5 %).
Bei den Neuzulassungen aller Kfz-Anhänger waren in 13 von 16 Bundesländern Zuwächse zu beobachten. Die höchsten Steigerungsraten wiesen die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit jeweils +9,3 Prozent auf, gefolgt von Brandenburg mit +8,8 Prozent und Mecklenburg-Vorpommern mit 8,1 Prozent. Rückgänge konnten in Berlin (-4,6 %), dem Saarland (-2,7 %) und in Hamburg (-2,0 %) beobachtet werden.

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