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Jahresbilanz der Neuzulassungen 2019

Im Jahr 2019 wurden 3.607.258 Personenkraftwagen (Pkw) neu zugelassen. Nach einem leichten Rückgang in 2018 (-0,2 %) war dies ein Zuwachs von +5,0 Prozent.
Die Neuzulassungszahlen von dieselbetriebenen Pkw legten nach zwei rückläufigen Jahren wieder zu (+3,7 %). Ihr Anteil reduzierte sich aber weiter (2019: 32,0 %; 2018: 32,3 %). Die Zahl der Neuzulassungen von benzinangetriebenen Pkw sank um -0,3 Prozent auf rund 2,14 Millionen. Der Anteil nahm um 3,2 Prozentpunkte auf jetzt 59,2 Prozent ab. Elektrofahrzeuge erzielten eine Zuwachsrate von +75,5 Prozent (Anteil: 1,8 %) und Pkw mit Hybridantrieb +83,7 Prozent (6,6 %), darunter Plug-in-Hybride +44,2 Prozent (1,3 %). Flüssiggasfahrzeuge (+55,6 %) und erdgasbetriebene Pkw (-29,4 %) waren mit einem Anteil von jeweils 0,2 Prozent vertreten.

Der Anteil der neu zugelassenen Pkw, die die Schadstoff-Grenzwerte gemäß "Euro-6-Norm" erfüllten, stieg gegenüber dem Jahr 2018 um +4,2 Prozent und erreichte einen Anteil von 98,0 Prozent.

Während die Zahl der privat zugelassenen Neuwagen leicht um -0,4 Prozent auf 1,24 Millionen sank, stieg die der Pkw gewerblicher Halter um +8,1 Prozent auf rund 2,36 Millionen. Beim Ranking der Farben gab es keine Veränderungen. Beliebt waren erneut Pkw in Grautönen (30,3 %), gefolgt von Schwarz mit einem unveränderten Anteil von 24,8 Prozent und von Weiß mit einem Anteil von 20,6 Prozent. Der größte Zuwachs mit +9,4 Prozent entfiel wie im Vorjahr auf den Farbton Orange. Nicht mehr so hoch in der Gunst der Käufer standen Pkw mit den Farben Lila/Violett (2019: 5.936) und Braun (2019: 47.668). Hier war ein Rückgang von -30,7 beziehungsweise -29,3 Prozent zu verzeichnen.

Wie im Vorjahr zeigte sich die Neuzulassungsbilanz bei den deutschen Marken recht unterschiedlich. Die größten Zuwächse verzeichneten Smart mit +11,6 Prozent, Ford mit +10,9 Prozent und Porsche mit 9,5 Prozent. Mercedes (+6,3 %), BMW (+5,4 %), Audi (+4,7 %) und VW (+3,7 %) konnten ebenfalls ihr Vorjahresergebnis verbessern. Rückgänge bei den Zulassungen verzeichneten Opel (-5,3 %) und Mini (-0,9 %). VW war mit einem Marktanteil von 18,5 Prozent erneut anteilsstärkste Marke.
Skoda behauptete mit einem Anteil von 5,8 Prozent seine Führung bei den Importmarken. Auf den nächsten Plätzen folgten Seat (3,8 %), Renault und Hyundai mit jeweils 3,6 Prozent. Nach einem Rückgang im zweistelligen Bereich im Jahr 2018 (-42,8 %) verzeichnete Tesla in 2019 einen starken Zuwachs von +462,3 Prozent. Zuwächse im zweistelligen Bereich hatten Lexus (+29,2 %), Ssangyong (+17,8 %), Volvo (+17,5 %), Seat (+13,9 %), Hyundai (+12,7 %) und Dacia (+11,6 %) aufzuweisen. Stärkere Einbußen mussten Alfa Romeo und DS (jeweils -23,7 %), Nissan (-21,6 %), Subaru (-19,5 %) und Honda (-16,2 %) hinnehmen.

Zum ersten Mal in der jährlichen Berichterstattung waren in 2019 die meisten Neuzulassungen im Segment der SUVs zu verzeichnen. Mit 21,1 Prozent entfielen über ein Fünftel aller neu zugelassenen Pkw auf dieses Segment. Mit einem Anteil von 20,5 Prozent (-2,3 %) stellte der langjährige Spitzenreiter, die Kompaktklasse, das zweitgrößte Segment, gefolgt von den Kleinwagen mit 13,5 Prozent (-2,5 %), der Mittelklasse mit 10,3 Prozent (-0,9 %) und den Geländewagen mit 10,1 Prozent (+20,3 %). Die deutlichsten Zunahmen konnten die Segmente SUVs (+21,0 %), Geländewagen (+20,3 %), Wohnmobile (+15,1 %) und Utilities (+10,1 %) verzeichnen. Einen Rückgang im zweistelligen Bereich musste das Segment der Oberklasse (-12,4 %) hinnehmen.

Wie schon in den letzten fünf Jahren wurde bei den Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen erneut eine Zunahme verzeichnet. Diese stiegen um +6,2 Prozent auf 457.220 Einheiten im Jahr 2019. Die größte Gruppe innerhalb der Nutzfahrzeuge bildeten wie im Vorjahr die Lastkraftwagen (Lkw). Nahezu 344.000 Lkw wurden neu zugelassen, dies entsprach einer Steigerung um +6,8 Prozent. Den größten Rückgang gab es bei den Kraftomnibussen mit einem Minus von -3,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Der Anstieg der neu zugelassenen Krafträder setze sich auch in 2019 fort. Ihre Zahl stieg um +6,3 Prozent auf 168.307 Einheiten. Diese positive Entwicklung traf sowohl auf die zweirädrigen Kraftfahrzeuge (Kfz) (+6,6 %) wie auch auf die dreirädrigen Kfz (+20,4 %) zu. Jedes fünfte zweirädrige Kfz (21,1 %) wies einen Hubraum bis 125 cm3 auf. Fast genauso viele (18,7 %) fanden sich in der Hubraumklasse 750 bis 999 cm3 wieder. Rückläufig wie bereits in den beiden Vorjahren zeigten sich die Zulassungszahlen der Quads. Sie verringerten sich um -32,1 Prozent auf 1.355 Einheiten.

Im Berichtsjahr 2019 wurden 4,2 Millionen Kfz (+5,2 %) und rund 318.000 Kfz-Anhänger (+3,5 %) neu zugelassen.

Während sich im Vorjahr die Steigerung bei den Neuzulassungen aller Kfz und Kfz-Anhänger nur auf sieben von 16 Bundesländern erstreckte, war dies 2019 in 14 von 16 Bundesländern zu beobachten. Die höchste Zuwachsrate wies Berlin mit +9,8 Prozent auf, gefolgt von Baden-Württemberg (+7,4 %) und Nordrhein-Westfalen (+6,4 %). Rückgänge konnten in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit -1,6 beziehungsweise -1,1 Prozent beobachtet werden.

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