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Jahresbilanz der Neuzulassungen 2016

3,4 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen (Pkw) und somit +4,5 Prozent mehr als im Vorjahr weist die Jahresbilanz 2016 aus. Darunter befanden sich neben 11.410 Elektrofahrzeugen (-7,7 %) auch 47.996 Pkw mit Hybridantrieb (+42,7 %) (13.744 mit Plug-in). Benzin- (52,1 %) und Dieselmotoren (45,9 %) dominierten weiterhin den Automobilmarkt, wobei der Anteil der dieselbetriebenen Fahrzeuge um mehr als zwei Prozentpunkte abnahm.

Deutlich geringer als noch im Vorjahr sank der CO2-Durchschnittswert aller in 2016 neu zugelassener Pkw um 1,4 g/km auf 127,4 g/km. Entsprechend moderat fielen auch die Anteilsänderungen bei den Energieeffizienzklassen aus, bei deren Berechnung der durchschnittliche CO2-Wert eines Fahrzeuges in Relation zu dessen Gewicht gesetzt wird: Die derzeit beste Klasse A+ erreichten 12,9 Prozent der Neuwagen. Rund 73.000 Pkw mehr als in 2015 (+20,2 %). Die Klassen A und B hatten in 2016 25,6 Prozent beziehungsweise 35,1 Prozent. 98,0 Prozent der neu zugelassenen Pkw erfüllten die Schadstoff-Grenzwerte gemäß "Euro-6-Norm". Das entsprach einer Steigerung von +40,0 Prozent.

Der Anteil der Zulassungen auf private Halter erhöhte sich erstmalig seit sechs Jahren. Lag dieser im Vorjahr noch bei 34,2 Prozent, so waren es 2016 immerhin 35,0 Prozent.

Bei fast allen deutschen Marken zeigte sich in der Neuzulassungsbilanz 2016 ein positives Vorzeichen. Ein Plus im zweistelligen Bereich wies die Neuzulassungsstatistik für Mini (+10,8 %) auf. Zuwächse im einstelligen Bereich gab es für Mercedes (+8,5 %), Audi (+7,6 %), Ford (+6,8 %), Opel (+6,3 %), Porsche (+5,8 %) und BMW (+5,4 %). Smart (-1,3 %) erreichte fast das Vorjahresergebnis. VW (-4,3 %) war trotz eines Rückgangs mit einem Anteil von 19,6 Prozent weiterhin Marktführer.

Skoda erreichte bei den Importmarken mit 186.000 (+3,5 %) Zulassungen und einem Anteil von 5,6 Prozent erneut die Bestplatzierung. Jaguar wies mit +74,7 Prozent die größte Zuwachsrate auf.

Mit einer Zunahme von +25,2 Prozent stellte das Segment SUV nach Kompaktklasse (25,2 %), Kleinwagen (14,5 %) und Mittelklasse (12,8 %) das viertgrößte Segment dar (12,7 %). Bei den Mini-Vans setzte sich der Abwärtstrend weiter fort (-21,4 %), wogegen bei den Großraum-Vans ein Zuwachs von +15,2 Prozent verzeichnet werden konnte.

Pkw in Grautönen dominierten mit 28,1 Prozent und verwiesen Schwarz (27,4 %) auf den zweiten Platz, gefolgt von Weiß mit einem Anteil von 20,1 Prozent.

Einen ähnlichen Zuwachs wie in 2015 (+3,3 %) konnten die Nutzfahrzeuge verzeichnen: Ihre Neuzulassungszahl steigerte sich um +5,5 Prozent und summierte sich auf 398.794. Die größte Gruppe innerhalb der Nutzfahrzeuge bildeten mit 295.760 Einheiten die Lastkraftwagen (Lkw), hier insbesondere die sogenannten leichten Nutzfahrzeuge bis zu 3,5 Tonnen zulässiger Gesamtmasse mit einem Anteil von 85,2 Prozent (+8,2 %).

182.066 neu zugelassene Krafträder führten 2016 zu einem Plus von +14,9 Prozent. Der Anteil der dreirädrigen und leichten vierrädrigen Kraftfahrzeuge (Kfz) betrug 6,1 Prozent (+13,6 %).

Insgesamt wurden 2016 in Deutschland 3,93 Millionen Kfz (+5,1 %) und 294.369 Kfz-Anhänger (+5,1 %) neu in den Verkehr gebracht.

Bis auf Niedersachsen (-0,9 %) verzeichneten alle Bundesländer bei den Kfz eine Steigerung. In Bremen fiel diese mit +8,9 Prozent am höchsten aus, während Hamburg mit +1,4 Prozent die geringste Zuwachsrate aufwies.