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Jahresbilanz der Neuzulassungen 2017

3,44 Millionen neu zugelassene Personenkraftwagen (Pkw) und somit +2,7 Prozent mehr als im Vorjahr weist die Jahresbilanz 2017 aus. Darunter befanden sich neben 25.056 Elektrofahrzeugen (+119,6 %) auch 84.675 Pkw mit Hybridantrieb (+76,4 %), darunter 29.436 Plug-in-Hybride (+114,2 %). Der Anteil der benzinbetriebenen Pkw (57,7 %) lag leicht über dem Vorjahresniveau (2016: 52,1 %). Dieselbetriebene Pkw (38,8 %) nahmen gegenüber 2016 um -13,2 Prozent ab. Die  durchschnittliche CO2-Emission ist gegenüber dem Vorjahr um 0,5 g/km auf 127,9 g/km (+0,4 %) leicht angestiegen.

Der in Relation zum fahrzeugspezifischen Gewicht gesetzte CO2-Wert spiegelt sich in der ausgewiesenen Energieeffizienzklasse wider. Die derzeit beste Klasse A+ erreichten immerhin 11,4 Prozent der Neuwagen. Rund 41.000 Pkw weniger als in 2016 (-9,5 %). Auf die Klassen A und B entfielen im Berichtsjahr 2017 23,6 Prozent (-5,4 %) beziehungsweise 37,0 Prozent (+8,2 %). Fast alle in 2017 neu zugelassenen Pkw (98,9 %) erfüllten die Schadstoff-Grenzwerte gemäß "Euro-6-Norm". Das entsprach einer Steigerung von +3,6 Prozent. 

2,2 Millionen (+1,7 %) der Neuwagen wurden gewerblich und 1,2 Millionen (+4,4 %) auf private Halter zugelassen. 

Bei den deutschen Marken zeigte sich die Neuzulassungsbilanz recht unterschiedlich. Zuwächse im einstelligen Bereich gab es für Ford (+2,8 %), Mercedes (+4,8 %) und Mini (+6,1 %). Audi (-2,2 %), BMW (-0,1 %), Opel (-0,0 %), Porsche (-3,1 %) und Smart (-1,5 %) erreichten annähernd das Vorjahresergebnis. VW (-3,3 %) war trotz eines Rückgangs mit einem Anteil von 18,4 Prozent weiterhin Marktführer. 

Die Importmarken werden von Skoda mit einem Anteil von 5,6 Prozent angeführt, gefolgt von Renault (3,9 %), Hyundai (3,2 %) und Seat (3,1 %). Steigerungen im hohen zweistelligen Bereich verzeichneten Tesla (+74,6 %), Alfa Romeo (+42,0 %), Dacia (+27,6 %), Peugeot (+25,0 %), Lexus (+22,2 %) und Suzuki (+21,7 %). Größere Verluste mussten DS (-24,4 %) und Honda (-20,3 %) hinnehmen.  

Mit 23,3 Prozent entfiel knapp ein Viertel aller neu zugelassenen Pkw auf das Segment der Kompaktklasse (-5,1 %). Mit einem Anteil von 15,2 Prozent stellten die SUVs (+22,5 %) das zweitgrößte Segment dar, gefolgt von den Kleinwagen mit 14,5 Prozent (+2,7 %), der Mittelklasse mit 11,9 Prozent (-4,0 %) und den Geländewagen mit 8,7 Prozent (+3,3 %). Deutliche Zunahmen konnten die Segmente Obere Mittelklasse (+17,7 %), Wohnmobile (+15,5 %) und Utilities (+11,0 %) verzeichnen. Die Segmente Minis (-2,1 %), Sportwagen (-4,1 %) und Vans (-2,7 %) mussten ebenfalls Rückgänge hinnehmen. 

Pkw in Grautönen dominierten mit 28,5 Prozent (+4,3 %) und verwiesen Schwarz mit einem Anteil von 25,6 Prozent (-4,0 %) auf Platz zwei, gefolgt von Weiß mit einem Anteil von 20,9 Prozent (+6,6 %). 

Wie schon in den Jahren 2014 (+3,7 %), 2015 (+3,3 %) und 2016 (+5,5 %) konnte bei der Nachfrage zu Nutzfahrzeugen erneut eine Zunahme (+4,6 %) verzeichnet werden. Ihre Anzahl summierte sich auf rund 417.000 Einheiten im Jahr 2017. Die größte Gruppe innerhalb der Nutzfahrzeuge bildeten mit 306.609 Stück die Lastkraftwagen (Lkw), wobei die  Zugmaschinen mit einem Plus von +8,8 Prozent die größte Steigerung aufwiesen. 

Die Anzahl neu zugelassener Krafträder (143.885) ging im Jahr 2017 um -21,0 Prozent zurück. Dabei verringerte sich die Zahl der Quads um -57,7 Prozent auf 3.011 Einheiten. Aber auch die zweirädrigen Kraftfahrzeuge (Kfz) (-19,1 %) sowie die dreirädrigen Kfz (-34,2 %) hatten Rückgänge zu verzeichnen. Jedes fünfte zweirädrige Kfz (20,2 %) wies einen Hubraum bis 125 cm3 auf. Ebenso viele (20,0 %) fanden sich in der Hubraumklasse 1.000 bis 1.249 cm3 wieder. 

Insgesamt wurden im Berichtsjahr 2017 in Deutschland 4,0 Millionen Kfz (+1,8 %) und 306.883 Kfz-Anhänger (+4,3 %) neu zugelassen. 

Die Steigerung erstreckte sich über fast alle Bundesländer, fiel jedoch mit +6,0 Prozent in Brandenburg am höchsten aus, während Nordrhein-Westfalen mit +0,2 Prozent die geringste Zuwachsrate aufwies. Die stärkste Abnahme war in Bremen mit -16,5 Prozent zu verzeichnen.