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Fahrerlaubnismaßnahmen im Jahr 2016

Bitte beachten Sie die Nutzerinformation zu der Produktänderung vom 8. März 2018.

Anstieg der Fahrerlaubnismaßnahmen

Fahrerlaubnismaßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen und frühzeitig auf die Betreffenden einwirken, um Verhaltensänderungen zu bewirken. Im Jahr 2016 wurden rund 636.000 Maßnahmen zu allgemeinen Fahrerlaubnissen ausgesprochen. Die Fahrerlaubnismaßnahmen stiegen im Vorjahresvergleich um rund 14 Prozent.

Die häufigsten Fahrerlaubnismaßnahmen sind das Fahrverbot und die Entziehung der Fahrerlaubnis. Durch die Verhängung eines Fahrverbotes wird dem Inhaber der Fahrerlaubnis für die Dauer des verhängten Verbotes das Führen eines Kraftfahrzeuges (Kfz) auf öffentlichen Straßen untersagt. Im Jahr 2016 wurden 451.687 Fahrverbote ausgesprochen. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Anstieg um etwa 20 Prozent. Ihr Anteil an allen Maßnahmen beläuft sich auf etwa 71 Prozent. Geschwindigkeitsüberschreitungen gefährden den Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer und werden aus diesem Grund unter anderem mit einem Fahrverbot bestraft. Die Nichteinhaltung der vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen war 2016 Hauptursache der verhängten Fahrverbote.

Nach dem Fahrverbot ist die Entziehung der Fahrerlaubnis die zweithäufigste Fahrerlaubnismaßnahme im Jahr 2016 (94.569). Rund 15 Prozent aller Maßnahmen betrafen die Entziehung der Fahrerlaubnis. Fahrten unter Alkohol- und Drogeneinfluss waren der häufigste Grund für den Führerscheinverlust.

Die Gerichte und Bußgeldbehörden entzogen in 47.361 Fällen aufgrund des Führens eines Kraftfahrzeuges unter Drogen- oder Alkoholeinfluss die Fahrerlaubnis. Unter den 47.361 Entziehungen sind 16.579 mit einem Unfall einhergegangen.

Einen weitaus geringeren Anteil an den Gesamtmaßnahmen haben die Aberkennungen, Isolierten Sperren, Versagungen sowie Verzichte. Während in 31.376 Fällen auf die Fahrerlaubnis verzichtet wurde, wurden 17.187 Versagungen ausgesprochen.

Im Jahr 2016 entfielen rund 84 Prozent der Fahrerlaubnisentziehungen auf Männer. Nicht nur die Entziehungen, sondern auch alle weiteren Fahrerlaubnismaßnahmen wurden geschlechtsunabhängig am häufigsten in der Altersgruppe der 25- bis 44-Jährigen verhängt. Auch bei den erteilten Fahrverboten wird deutlich, dass vorwiegend Männer im Straßenverkehr auffällig werden. Lediglich rund 17 Prozent der verhängten Fahrverbote betrafen Frauen. Bei den Aberkennungen und den Isolierten Sperren betrug der Männeranteil sogar mehr als 90 Prozent.

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