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Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2017

Trend setzt sich fort - Anzahl durchgeführter Fahrerlaubnisprüfungen weiter steigend

Die Anzahl durchgeführter Fahrerlaubnisprüfungen stieg auch im Jahr 2017 weiter an. Damit setzt sich die seit dem 1. Januar 2014 zu beobachtende Entwicklung fort. Es wurden 1,82 Millionen (+6,7 %) theoretische und 1,65 Millionen (+3,3 %) praktische Prüfungen absolviert.

Im Vergleich zum Vorjahr nahmen fast überall sowohl die Zahl der theoretischen als auch der praktischen Prüfungen zu. Einzig in Hamburg wurde bei den praktischen Prüfungen eine Abnahme von -1,7 Prozent verzeichnet. Den höchsten Zuwachs bei den praktischen Prüfungen gab es in Berlin (+7,7 %). Die Anzahl der durchgeführten theoretischen Prüfungen wuchs im Saarland (+13,6 %) und Bremen (+11,0 %) am stärksten.

Im Jahr 2017 betrafen 73 Prozent aller Prüfungen die Erlangung einer Ersterteilung, weitere 20 Prozent der Prüfungen wurden zur Erweiterung auf andere Klassen abgelegt.

In der Auswertung nach Fahrerlaubnisklassen wird sichtbar, dass die Theorieprüfung für die Fahrer der Personenkraftwagen (Pkw) mit einer Misserfolgsquote von rund 39 Prozent die höchste Hürde darstellte. Danach folgten die angehenden Kraftradfahrer, deren Theorieprüfungen zu etwa 28 Prozent scheiterten.

Praktische Prüfungen wurden insgesamt in fast drei Viertel aller Fälle bestanden. Die Prüflinge der Personenkraftwagen (Pkw)-Klassen erreichten diesen Wert nicht, denn 32 Prozent der Fahrproben wurden nicht bestanden. Bei den Kraftradklassen misslangen lediglich rund 9 Prozent der Fahrproben.

Demgegenüber blieben 2017 knapp 37 Prozent der theoretischen Prüfungen ohne Erfolg. Dies ist bei Betrachtung der Zeitreihe der höchste Wert der letzten zehn Jahre. Während der Anteil der nicht bestandenen theoretischen Prüfungen in den letzten Jahren kontinuierlich anstieg, lag die Misserfolgsquote bei den praktischen Prüfungen stets bei etwa 26 Prozent. Im Jahr 2017 wurde erstmals ein Anstieg der nicht bestandenen praktischen Prüfungen auf 28 Prozent verzeichnet.

Trotz der bundesweit einheitlichen Durchführung und Bewertung der theoretischen Fahrerlaubnisprüfungen und gleicher Anforderungen im fahrpraktischen Teil der Prüfungen, lagen die Ergebnisse in den einzelnen Bundesländern weit auseinander.

Neben Hessen (31,4 %) hatten Schleswig-Holstein (32,2 %) und Niedersachsen (33,9 %) die besten Ergebnisse in den theoretischen Prüfungen vorzuweisen. Die höchsten Misserfolgsquoten in der "Theorie" waren in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zu verzeichnen. Diese Länder wiesen einen Anteil von jeweils über 40 Prozent an nicht bestandenen theoretischen Prüfungen auf. In Sachsen-Anhalt waren knapp 45 Prozent der theoretischen Prüfungen erfolglos.

Unterschiedliche Misserfolgsquoten zeigten sich ebenfalls bei den praktischen Prüfungen. Während Hessen mit einer Durchfallquote von 23 Prozent auch bei den praktischen Fahrerlaubnisprüfungen den bundesweiten Bestwert markierte, schnitten die Stadtstaaten Hamburg (41,6 %) und Bremen (38,8 %) deutlich schlechter ab.

Nur knapp hinter Hessen rangierten Baden-Württemberg mit 24,1 Prozent und Bayern mit 25,4 Prozent. In Sachsen-Anhalt mussten 36,4 Prozent der praktischen Prüfungen erfolglos beendet werden.

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