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Fahrerlaubnisprüfungen im Jahr 2016

Erneut leichter Anstieg bei den Fahrerlaubnisprüfungen

Im Jahr 2016 wurde erneut ein leichter Zugang bei den Fahrerlaubnisprüfungen verzeichnet. Es wurden 1,7 Millionen (+3,5 %) theoretische und 1,6 Millionen (+3,1 %) praktische Prüfungen absolviert.

Mit der Zunahme an Fahrerlaubnisprüfungen stieg auch die Misserfolgsquote bei den theoretischen Prüfungen.

Während der Anteil nicht bestandener praktischer Prüfungen in den vergangenen Jahren stets bei etwa 26 Prozent lag, nahm der Anteil der nicht bestandenen theoretischen Prüfungen in den letzten Jahren zu. Im Jahr 2016 blieben fast 35 Prozent der theoretischen Prüfungen ohne Erfolg, dies ist bei Betrachtung der Zeitreihe der höchste Wert der letzten zehn Jahre.

Beim Ländervergleich erzielte Hessen die geringsten Misserfolge bei den theoretischen (29,3 %) und praktischen (21,2 %) Prüfungen. Bei den nicht bestandenen praktischen Prüfungen lagen Hamburg mit 40,7 Prozent und Bremen mit 38,5 Prozent an erster Stelle. Deutlich seltener scheiterten die Prüflinge in der "Praxis" in Baden-Württemberg (22,4 %) und Hessen (21,2 %). Zugleich verzeichneten die östlichen Bundesländer Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Brandenburg, Berlin und Thüringen mit jeweils über 40 Prozent die höchsten Misserfolgsquoten bei den theoretischen Prüfungen.

In Berlin (+18,3 %) und im Saarland (+7,2 %) nahm die Anzahl der durchgeführten theoretischen Prüfungen am stärksten zu. Des Weiteren gab es im Vergleich zu den anderen Bundesländern höhere Zuwächse der praktischen Prüfungen in Berlin (+9,6 %) und Hamburg (+10,5 %).

Im Jahr 2016 betrafen 75 Prozent aller Prüfungen die Erlangung einer Ersterteilung, weitere 20 Prozent der Prüfungen wurden zur Erweiterung auf andere Klassen abgelegt.

In der Auswertung nach Fahrerlaubnisklassen wird sichtbar, dass die Theorieprüfung für die Fahrerinnen und Fahrer der Personenkraftwagen (Pkw) mit einer Misserfolgsquote von rund 37 Prozent die höchste Hürde darstellte. Danach folgten die angehenden Kraftradfahrerinnen und -fahrer, die zu rund 27 Prozent scheiterten.

Praktische Prüfungen wurden insgesamt in etwa drei Viertel aller Fälle bestanden. Die Prüflinge der Pkw-Klassen erreichten diesen Wert nicht, denn 31 Prozent der Fahrproben wurden nicht bestanden. Bei den Kraftradklassen fielen lediglich rund 9 Prozent durch.

Weitere Informationen

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen unser Auskunftsdienst der Kraftfahrerstatistik gerne zur Verfügung:

Telefon: +49 461 316-1837
Telefax: +49 461 316-1690

 
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