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Zugang in das Fahreignungsregister (FAER) im Jahr 2017

Bitte beachten Sie die Nutzerinformation zu der Produktänderung vom 8. März 2018, 28. Januar 2019 und 18. Februar 2019.


Von der Stichprobe zur Vollerhebung: Methodenwechsel bei der Erstellung der amtlichen Statistik zu Verkehrsauffälligkeiten - Zugang in das Fahreignungsregister (VA2)

In den vergangenen zwei Jahren entwickelte die Abteilung Statistik eine neue Datengrundlage für die Erstellung der amtlichen Statistik zu Verkehrsauffälligkeiten, die es erlaubt, einen Methodenwechsel bei der Statistikerstellung zu vollziehen.

Im Jahr 2019 präsentiert das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) die Daten für das Berichtsjahr 2017, die erstmals nicht mehr auf einer Stichprobenerhebung mit anschließender Hochrechnung als Methode basieren, sondern auf einer Vollerhebung. Grundlage der Statistik VA 2 ist ab dem Berichtsjahr 2017 die in einem Kalenderjahr (1. Januar bis 31. Dezember) eingehende Gesamtmenge an Meldungen über Verkehrsauffälligkeiten an das Fahreignungsregister (FAER).

Bei einer Stichprobenerhebung werden die Ergebnisse auf die Grundgesamtheit hochgerechnet. Sie beinhalten dabei notwendigerweise einen gewissen Stichprobenfehler, der zu Über- oder Unterschätzung der wahren Werte führt. Bei einer Vollerhebung wird dagegen auf die Gesamtheit aller Daten zurückgegriffen. Bei dieser Erhebungsart werden die Daten aus dem FAER vollständig übernommen. Es werden keine Stichprobenverfahren mehr eingesetzt und somit können keine stichprobenbedingten Fehler auftreten.

Für die aktuelle Veröffentlichung zum Berichtsjahr 2017 wurde das Berichtsschema der Vorjahre weitgehend beibehalten. Änderungen und Erweiterungen sind für die Berichtsjahre ab 2018 vorgesehen.

Zeitliche Vergleichbarkeit

Der Methodenwechsel - von der Stichprobe mit anschließender Hochrechnung zur Vollerhebung - führt zu einem Bruch, der den Vergleich von Zeitpunkten (zum Beispiel Jahresergebnisse im Zugang) oder die Interpretation von Trends (zum Beispiel in Zeitreihen) beeinflusst. Die zusammenhängende Interpretation von Berichtsjahren vor und nach dem Methodenwechsel ist deswegen nur eingeschränkt sinnvoll.

Aussagen auf der Basis einer Stichprobe sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Identifizierbare Differenzen im Vergleich von Jahren oder über mehrere Jahre hinweg beinhalten immer den Stichprobenfehler, der nicht auf wirklich vorhandene Unterschiede zurückgeht, sondern sich aus der Methode ergibt und eine Über- oder Unterschätzung der wahren Differenz einschließt.

Inhaltlich hat der Methodenwechsel zur Folge, dass

a) alle veröffentlichten Statistiken bis einschließlich zum Berichtsjahr 2016 uneingeschränkt miteinander verglichen werden können, da ihnen das selbe regelgeleitete Stichprobenverfahren zugrunde liegt,
b) ab dem Berichtsjahr 2017 alle Statistiken in VA 2 auf einer Vollerhebung des Zugangs in das FAER basieren und uneingeschränkt miteinander vergleichbar sind.
c) der Übergang vom Berichtsjahr 2016 zum Berichtsjahr 2017 einen Bruch markiert und die Vergleichbarkeit der Berichtsjahre bis 2016 und der Berichtsjahre ab 2017 nur eingeschränkt gegeben ist.

Aus diesem Grund wird auch auf die Darstellung von Veränderungswerten beim Vergleich der Berichtsjahre 2016 und 2017 verzichtet.

Veröffentlichungen zum Herunterladen

Weitere statistische Zusammenstellungen oder Datenformate werden nur auf Anfrage als kostenpflichtige Auftragsarbeit angeboten.

Weitere Informationen

Für Fragen und Anregungen steht Ihnen unser Auskunftsdienst der Kraftfahrerstatistik gerne zur Verfügung:

Telefon: +49 461 316-1837
Telefax: +49 461 316-1690

 
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